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Ein kleiner Eingriff mit geringem Risiko: Sterilisation beim Mann

Männer verhüten - Sterilisation beim Mann

Die Vasektomie an sich bezeichnet den operativen Eingriff, der einen Mann zeugungsunfähig macht und im Erfolgsfall in der Sterilisation resultiert. Die Vasektomie wird bei Männern auf ihren eigenen Wunsch hin durchgeführt, wenn sie sich beispielsweise keinen Nachwuchs wünschen. Was die Sicherheit als Verhütungsmethode angeht, steht sie der Anti-Baby-Pille in nichts nach. Bei der Pille wird der Pearl-Index mit 0,1 - 0,9 angegeben, bei der Vasektomie beträgt dieser nur 0,1.

Die Sterilisation des Mannes beginnt im Grunde mit einem Beratungsgespräch mit dem behandelnden Urologen. Es ist ein wesentlicher Teil des Prozesses und wird von jedem seriösen Facharzt angeboten. Bei einem solchen Gespräch erfährt der Patient jedes Detail, das er zum Thema Vasektomie wissen möchte und wird rundum aufgeklärt. Auf Basis dieses Vorgesprächs kann sich der Mann oder das Paar noch einmal mit der Frage auseinandersetzen, ob die Sterilisation beim Mann für sie bzw. ihn persönlich die geeignete Methode zur Empfängnisverhütung ist.

Die Sterilisationsoperation wird meist in gut ausgestatteten urologischen Facharztpraxen mit eigenem Eingriffs-Raum durchgeführt. Durch den ambulanten Eingriff kann der Patient anschließend gleich nach Hause gehen. Der Vorgang verläuft folgendermaßen: Zunächst wird am Skrotum eine Injektion gegeben, die die Haut betäubt. Die beiden sich links und rechts befindenden Samenleiter müssen vom Operateur zuerst ertastet werden. Unterhalb der Peniswurzel wird nun am oberen Hodensack ein kleiner Schnitt vorgenommen, damit die Samenleiter dort freigelegt werden können. Sie werden dann ein wenig angehoben, um das Greifen einfacher zu machen. Wenige Zentimeter werden jetzt davon abgeschnitten. Der Samenleiter ist auf diese Weise unterbrochen. Um diese Unterbrechung dauerhaft beizubehalten, werden die offenen Enden umgeschlagen und mit einem Faden abgebunden oder verödet. Zum Abschluss der Vasektomie wird die Wunde vernäht. Hierzu wird zumeist ein Faden verwendet, der sich selbst auflöst. Es ist damit kein Ziehen der Fäden notwendig. Der Patient kann nach der Operation nach Hause gehen. Er sollte sich aber eine Person zur Begleitung mitgebracht haben.

Die hier beschriebene Operationstechnik wird als Ligaturtechnik bzw. als konventionelle Methode bezeichnet. Bei ihr wird zur Öffnung der Haut ein Skalpell verwendet. Der urologische Facharzt Dr. Stock, der den Eingriff für die Gemeinschaftspraxis "Urologisches Zentrum in Worms" durchführt, arbeitet nach dieser Technik. Sie hat sich seit langem bewährt. Eine andere Technik ist die sogenannte No-Scalpel-Vasektomie, bei der statt eines Skalpells spezielle Klemminstrumente zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zur konventionellen Methode wird hier die Haut punktiert und aufgedehnt – ein Schnitt erfolgt erst beim Durchtrennen der Samenleiter. Beide Operationstechniken sind sicher und vertretbar. Die Wahl beruht hauptsächlich auf dem persönlichen Geschmack des Patienten oder Operateurs.

Trotz dass die Vasektomie als sicher gilt, zögern noch viele Männer oder haben schlicht Angst vor der Operation. Diese ist auch nachvollziehbar. Zum einen ist das medizinische Risiko bei der Vasektomie zwar sehr gering, wenn ein erfahrener und guter Urologe den Eingriff vornimmt, doch bei 0% kann es nie liegen. Man sollte die Entscheidung zu einer Vasektomie aus diesem Grund auch niemals leichtfertig treffen. Zum anderen spürt der Mann während der OP zwar keine Schmerzen, doch das Ziehen am Samenleiter kann der Patient unter Umständen kurz unangenehm wahrnehmen. Nach der Operation treten im Großteil der Fälle allerdings keine größeren Schmerzen auf. Eine weitere Sorge der Männer ist, dass die Hoden anschwellen könnten, da sich dort die Samenzellen stauen. Diese Bedenken sind völlig unbegründet, denn die Samenzellen stauen sich nicht. Der Körper kann die nicht mehr benötigten Spermien im Nebenhoden resorbieren, also abbauen und wieder aufnehmen. Es ändert sich tatsächlich nichts für den Mann, auch die Potenz bleibt erhalten. Allerdings erst nachdem die letzte Nachuntersuchung abgeschlossen ist, kann der Mann auf alternative Verhütungsmittel verzichten. Das bei der Nachuntersuchung erstellte Spermiogramm kann mittels einer Probe des Ejakulats anzeigen, ob noch Samenzellen vorhanden sind. Dies muss ausgeschlossen werden, um eine Zeugungsunfähigkeit bestätigen zu können.

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